Nora & Pepe
„An manchen Tagen war Pepe der einzige Grund aufzustehen."
Von außen sah alles in Ordnung aus. Nora studierte, hatte Freunde, Pläne. Doch innen wurde es immer dunkler. „Depression sieht man nicht", sagt sie. „Ich habe gelächelt und bin innerlich verschwunden."
Eigentlich war es eine Schnapsidee, sich einen Hund zu nehmen — ausgerechnet jetzt. Aber als sie das Foto von Pepe sah, einem dürren Podenco-Mix aus einer spanischen Tötungsstation, wusste sie: Diesen Hund hole ich.
Pepe brauchte sie. Er musste raus, morgens, mittags, abends — egal, wie schwer der Tag war. „Ich konnte im Bett bleiben für mich selbst. Aber nicht für ihn." Die Spaziergänge wurden zu ihrem Anker. Frische Luft, Bewegung, ein lebendiges Wesen, das sich freute, sie zu sehen.
Nora macht weiter Therapie, und sie sagt klar: Ein Hund ist keine Behandlung. Aber Pepe hat ihr durch die dunkelsten Monate geholfen — Schritt für Schritt, Runde für Runde. „Wir haben uns gegenseitig gerettet."
Nora erzählt
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